Korea-Gipfel

Ein Essay von Camille Cruel, Mitglied der DKGH, Mitglied der Europa Union

  1. Wie kam es zu der Trennung Koreas in zwei Systeme?
    1. Von der japanischen Besatzung bis zum Waffenstillstandsabkommen
    2. Von dem Jahr 1953 bis zum Status Quo
  2. Was ist der aktuelle Status
    1. Das Tauwetter in den Beziehungen mit Nordkorea
    2. Die Erklärung von Panmunjeom und deren Folge
  3. Gemeinsamkeiten mit Deutschland
    1. Trotz eindeutigen Unterschieden…
    2. …bestehen bemerkenswerte Gemeinsamkeiten

Wie kam es zu der Trennung Koreas in zwei Systeme?

Von der japanischen Besatzung bis zum Waffenstillstandsabkommen

1910 kolonisiert Japan im Rahmen seiner regionalen Ausdehnung die koreanische Halbinsel, die nach der Kapitulation der japanischen Kolonialherren 1945 zum Schauplatz des Kalten Krieges wird. Während die Vereinigten Staaten eine militärische Regierung im Süden unterstützen, ist der Norden unter Besatzung der Sowjetischen Union, die sich weigert, die freie Wahlen, die 1947 von den Vereinten Nationen organisiert werden, anzuerkennen. Im Folge dessen entsteht am 19. Juli 1948 die Demokratische Volksrepublik Korea im Norden des 38. Breitenkreises.Unter dem Vorwand südkoreanischer Angriffe und der Federführung der UdSSR nach dem Scheitern der Blockade West-Berlins erklärt der Norden 1950 den Krieg, in die Hoffnung das Land unter kommunistischer Herrschaft wiederzuvereinigen. Nach dem Gegenangriff von den Vereinten Staaten auf Initiative der USA greift China ein, um den kommunistischen Norden zu unterstützen. Der Koreakrieg dauert bis 1953, wann die Grenze sich entlang des 38. Breitengrads wieder stabilisiert. Am 27. Juli 1953 wird ein Waffenstillstandsabkommen in Panmunjeom zwischen Nordkorea, China und die Vereinten Nationen unterzeichnet. Seitdem befinden sich beide Koreas immer noch im Kriegszustand. In einem klassischen Kräftegleichgewicht des Kalten Krieges trifft der bekannte Zitat von Raymon Aron hier perfekt zu: „Friede unmöglich, Krieg unwahrscheinlich“[1].

[1]Aron, Raymon (1962), Friede und Krieg zwischen den Völkern.

Von dem Jahr 1953 bis zum Status Quo

Der Anlass zu dem Koreakrieg war der Versuch einer Wiedervereinigung. Seit dem ersten Präsidenten, Rhee Syng-Man, bis zur heutigen Zeit bleibt es ein immer wieder kehrendes Thema in der südkoreanischen Politik. Es handelt sich auch um eine Schlüsselfrage sowohl für die Sicherheit und Entwicklung der beiden koreanischen Gesellschaften als auch für die Stabilität der ganzen asiatischen Region. Trotz einem eigenen Ministerium für Wiedervereinigung in Südkorea herrscht der Status quo allerdings weiter.Die Konsolidierung der Macht Nordkoreas in den Händen der Kim Familie hat sich graduell bewiesen. Diese Heiligung und Einflussnahme der Familie wurde von dem Tod des Diktators, Kim Jong-Il, mit der Übertragung der Macht an seinem Sohn, Kim Jong-Un,  nicht gefährdet[1]. Darüber hinaus würde ein vereintes Korea die Interessen Chinas nicht begünstigen: Nordkorea spielt eine wesentliche Rolle als Pufferstaat mit dem amerikanischen Einflussbereich, ohne dabei zu berücksichtigen, dass der Zusammenbruch des nordkoreanischen Regimes eine Welle von Flüchtlingen verursachen würde, die China unter Druck setzen würde[2]. Wenn Japan ein wiedervereinigtes Korea in einem Bündnis mit den USA befürworten würde, ist auf Grund regionaler und historischer Rivalitäten die Haltung des japanischen Nachbarn deutlich kritischer, wenn das einheitliche Korea zu dem Einfluss Chinas neigen würde[3]. Ein solches Szenario wäre auch nicht im Interesse der USA, die eine Erosion ihrer beträchtlichen militärischen Präsenz in der Region und hohe finanzielle Belastung befürchten. Südkorea selber teilt jene letzte Befürchtung[4]. Außerdem sinkt mit der Zeit der Anteil von Südkoreanern – besonders von Jugendlichen –, die sich für eine Wiedervereinigung aussprechen[5].

Als die Situation des Kalten Krieges sich in eine unipolare Welt nach der Millenniumswende entwickelt, sichert sich Nordkorea erfolgreich einen Platz am Verhandlungstisch mit seiner Nuklearpolitik und zementiert dadurch den Status quo. Nach dem ersten Atomtest  am 9. Oktober 2006 im Züge des Austritts Nordkoreas 2003 aus dem Atomwaffensperrvertrag berät der UN-Sicherheitsrat über Strafmaßnahmen. Das Militärgüterembargo wird von ausführlichen finanziellen und wirtschaftlichen Sanktionen über den Jahren ergänzt, die Pjöngjang auf seinem Weg zu der Kernwaffe dennoch nicht entmutigen.

[1] Steele, Jesse D. (2008), “Negotiating with Deity : Strategies and Influences Related to Recent North

Korea Negotiating Behavior “, Pepperdine Dispute Resolution Law Journal, vol. 9, n° 1, Seiten 199-146.

[2] Zhang, Quanyi (2007). “What Korean Unification Means to China”, NAPSNet Policy Forum Nautilus

Institute for Security and Sustainability, 12. Oktober.

[3] Kolonel Onozuka, Takayuki (2006), “Security of Japan and Korean Unification”, US Army War College Strategy Research Project, Carlisle Barracks, US Army War College.

[4] Pillsbury, Michael (2007), “How to Hedge against Rising China”, The ICAS Lectures, Blue Bell, Institute for

Korean-American Studies.

[5] Park, Young Ho (2014), “South and North Korea’s Views on the Unification of Korean Peninsula and

Inter-Korean Relations”, KRIS-Brookings Konferenz, 21. Oktober.


Was ist der aktuelle Status?

Das Tauwetter in den Beziehungen mit Nordkorea

Der interkoreanische Gipfel in Panmunjeom am 27. April 2018 bildet den Hohepunkt der letzten kooperativen Haltung beiderseits des 38. Breitengrads. Dies wurde von einem veränderten politischen Konstellation und daher einem optimalen Kräftespiel gefördert.Im Gegenteil von Barack Obama, der sich auf Kuba konzentrierte, räumt Donald Trump der nordkoreanischen Problematik vorrangige politische Bedeutung ein. Als am 12.02.2017 eine Rakete über 500 Kilometer läuft, und das Japanische Meer erreicht, antwortet der US Präsident mit Argumenten der atomaren Abschreckung. Nach Machtdemonstrationen beiderseits (Entsendung eines amerikanischen Flugzeugträgers, Abschuss einer Interkontinentalrakete am 4. Juli) kommt es zu einem Krieg der Worte, der von weiteren Tests gefolgt ist, nämlich von einer Wasserstoffbombe und von einem ballistischen Flugkörper, der in der Lage ist, die USA zu erreichen. Unter diesen Umständen trägt der Angst vor Präventivschlägen von den Vereinigten Staaten bestimmt zu der nordkoreanischen Bereitwilligkeit bei. Darüber hinaus wirkt eine langsame wirtschaftliche Unterdrückung Nordkoreas durch die verschiedenen Sanktionen zweifelsohne mit[1]. Diese Sanktionen wirken dem Erfolg von der Byung-Jin Politik entgegen, die „Sowohl Nordkoreas Wirtschaft als auch das Atomprogramm voranbringen soll“[2]. Als Moon Jae-In anlässlich dem Gipfel seinen Willen äußert, den Ahnenberg Paektu eines Tages zu besuchen, muss Kim Jong-Un nämlich zugeben, dass die Infrastruktur und der Weg dahin schlecht sind[3].

Die Persönlichkeit von dem amerikanischen Präsidenten stellt ein ungewöhnlicher und unbekannter Faktor in diesem diplomatischen Schachspiel dar, was die anderen Akteure zur besonderen Vorsicht auffordert, und bestärken sie die kritische Situation in die Hand zu nehmen. Dies hat die Entspannungspolitik Südkoreas durchaus verstärkt. Moon Jae-In wird nämlich nach der Entmachtung von Park Geun-hye am 10. Mai 2017 zum Präsidenten gewählt. Er setzt sich für eine Annäherung zu Nordkorea und die südkoreanische Diplomatie hat eine besondere Rolle in dem Erfolg des Gipfels mit Kim Jong-Un gespielt. Die Gespräche von Panmunjeom waren schon vor Monaten über Vertraute in die Wege geleitet.

Die Friedensinitiative von Kim Jong-Un  können bis zum Neujahrsrede 2018 zurückverfolgt werden. Bei dieser Gelegenheit verkündigt er eine Politik des Olivenzweigs gegenüber Südkorea. Er schlägt vor, die Olympische Spielen vom 9. bis zum 25. Februar in Pyeong-Chang als „Anlass zu nehmen, um ein günstiges Klima zur nationalen Aussöhnung“[4] zu schaffen. Beide koreanischen Regierungschefs können die ursprüngliche Berufung der olympischen Spiele zum Vorteil nutzen. Sie ergreifen die symbolische Bedeutung von Sport und Kultur – wie mit dem gemeinsamen Frauen Eishockeyteam – und kurz danach kündigt der südkoreanische Präsident ein zukünftiges Gipfeltreffen zwischen Kim und Trump an. Wenn alle diese Faktoren den innerkoreanischen Gipfel voraussetzen, wird Xi Jinping auch nicht vernachlässigt und Kim Jong-Un besucht Peking im Voraus.

[1] Choe, Sang-hun (2018), “Sanctions Are Hurting North Korea. Can They Make Kim Give In?”, The New-York Times, April 20.

[2] Krauel, Torsten (2018), “Kims doppeltes Spiel”, die Welt, 12. Februar

[3] Madden, Michael (2018), “Koreas summit: Five key moments from the Kim-Moon meeting”, BBC News, 27. April

[4] Erling, Johnny (2018), “Kim Jong Uns vergiftetes Angebot“, der Rheinische Post, 3. Januar

Die Erklärung von Panmunjeom und deren Folge

Der Gipfel, aus dem der historische Handschlag zwischen Kim Jong-Un und Moon Jae-In hervorgehet, findet in der demilitarisierten Zone am 27. April 2018 statt. Die Regierenden erörtern die koreanische Aussöhnung betreffende Fragen durch eine Vielzahl gemeinsamer Symbolen. Sie erklären sich für eine vollständige Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel, die Unterzeichnung eines Friedensvertrags und die Erneuerung der bilateralen wirtschaftlichen Beziehungen. Der Gipfel erfährt in verkrampften politischen Zeiten weltweite positive Resonanz. Die Hoffnung, die durch diese Entspannung entsteht, bleibt mit Vorsicht zu genießen, wie der britische Journalist Patrick Cockburn daran erinnert. Die Geschichte geht stets mit bedeutsamen Gipfeln einher, die toter Buchstabe bleiben[1].In der Panmunjeom-Erklärung wird viel Wert auf die Wortwahl gelegt. Die Entnuklearisierung der Halbinsel und nicht nur Nordkoreas wird angesprochen, die in Beziehung mit den von dem nordkoreanischen Staatsoberhaupt verlangten Sicherheitsgarantien gesetzt werden soll. Dieser Begriff bedeutet auf die Zusammenarbeit Nordkoreas und die Beteiligung von einem Drittland hin, nämlich die Vereinigten Staaten. Zu nennen ist dabei insbesondere der amerikanische nukleare Schutzschirm in Südkorea. Ferner sollte man sich vor Augen halten, dass indem Kim Jong-Un den Stopp seiner Atom- und Raketentests vor dem Gipfel meldet, verkündet er bei gleicher Gelegenheit, dass das Atomprogramm vollendet sei[2]. Dadurch sei es ihm gelangen „auf Augenhöhe mit den USA über einen Friedensvertrag zu verhandeln. Deshalb kann er sich jetzt auch konziliant geben und sein Nuklearprogramm einfrieren“ sagt der Ko-Vorsitzender des Deutsch-Koreanischen Forums, Hartmut Koschyk. In diesem Rahmen kündigen Japan, China und Südkorea am 9. Mai bei einem gemeinsamen Gespräch eine Kooperation mit Nordkorea bei der Lösung des Atomkonflikts an. Außerdem wird die Telefonlinie zwischen Moon und Kim wiederhergestellt. Und natürlich ermöglicht der diplomatische Erfolg des Gipfels die offizielle Ankündigung des erwarteten Treffens zwischen dem US Präsidenten Trump und dem nordkoreanischen Chef Kim am 12. Juni in Singapur.

Wenn das geplante Gespräch nicht vorher von dem einen oder dem anderen durch Aussagen oder militärische Manöver gefährdet wird, ist dieser Gipfel mit sehr ungewissem Ausgang verbunden, wie Ban Ki-moon es hervorhebt[3]. Welcher Wert kann noch das gegebene Wort und die Unterschrift von der USA zugestanden werden, wenn Donald Trump jüngst einseitig den Ausstritt von dem Pariser Abkommen und von dem Iran Deal erkundigt hat? Während einige das schwerfällige Verfahren zur Abwicklung einer tatsächlichen Entnuklearisierung der Halbinsel zurecht bemängeln, dient das Treffen jedoch der Fortentwicklung und das Vertiefen der Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea. Auch wenn keine konkrete Vereinbarungen angestrebt worden sind, „liegen die Ergebnisse in den Chancen, die eröffnet worden sind“ – wie Helmut Schmidt nach dem Treffen mit Erich Honecker 1981 am Werbellinsee kommentierte.

[1] Cockburn, Patrick (2018), “The Iran crisis presents a bigger danger to peace than North Korea now that Trumps seems determined to end nuclear deal”, The Independent, 27. April

[2] Kelly, Robert (2018) – Professor für Internationale Beziehungen an der Pusan National University, “North Korea’s nuclear pause: grist for both doves and hawks”, The Guardian, 21. April

[3] Kim, Bo-eun (2018), “Ban says US pullout of Iran deal bad example for NK”, The Korea Times, 17. Mai


Gemeinsamkeiten mit Deutschland

Trotz eindeutigen Unterschieden…

Oft werden zurecht die Unterschiede mit dem anderen berühmten Fall einer geteilten Nation in der Geschichte betont, nämlich Deutschland. Eine koreanische Wiedervereinigung würde eine viel komplexere wirtschaftliche Herausforderung darstellen. Im Jahr 1989 liegt zwar die Bevölkerung in der DDR bei 16,4 Millionen Einwohner und bei 60 Millionen Einwohner in der BRD. Im Gegenteil stellen heutzutage die Nordkoreaner die Hälfte der südkoreanischen Bevölkerung[1]. Dazu ist die BIP Schere zwischen Nord- und Südkorea auf eine Höhe von ca. 1 zu 40[2], wenn das Verhältnis zwischen Ost- und Westdeutschland nur ca. 1 zu 7 erreichte. Hinzu kommt die einfache aber bedeutende Tatsache, dass West- und Ostdeutschland nie Krieg gegeneinander verführt haben.[1] Index Mundi demographic comparisons CIA World Facebook, letztes Update 1. Januar 2018

[2] Index Mundi GDP per capita (PPP) CIA World Facebook, letztes Update 1. Januar 2018

…bestehen bemerkenswerte Gemeinsamkeiten

Nachdem bei dem Gipfel am 27. April „Chancen eröffnet worden sind“, sind aber die Ähnlichkeiten mit Deutschland besonders zu erwähnen. Eine Parallele zwischen der Ostpolitik von Willy Brandt und die Sonnenscheinpolitik, die von Kim Dae-jung ins Leben berufen worden ist, lässt sich natürlich ziehen. Besonders bei den jüngsten Entwicklungen sind eine Ausdehnung der Kommunikationskanälen und eine mögliche Lockerung der wirtschaftlichen Sanktionen zu erkennen. Des Weiteren ist die deutsche Wiedervereinigung durch einerseits das Engagement der Regierungschefs und andererseits deren Persönlichkeiten und Weitsicht möglich geworden. Kohls Fähigkeit zu erkennen, dass „der Zug der deutschen Einheit nicht mehr lange auf dem Bahnsteig steht“ und diese Chance zu ergreifen, wurde gelobt. Wie früher dargelegt befindet sich Korea in einer einzigartigen Konstellation von politischen Persönlichkeiten. Moons Fähigkeit, die ausgestreckte Hand von dem nordkoreanischen Diktator bei den Olympischen Spielen trotz unabsehbaren Umschwüngen anzunehmen, unterliegt der gleichen politischen Intelligenz.Die Organisation einer Reihe von Kulturaustäusche – sei es ein vereintes Frauen Eishockeyteam, ein Taekwon-Do Demo Team oder die Aufführung eines K-Pop Konzertes in Pjöngjang  – sind an die Vorstellung der damaligen Regierenden beider Deutschlands ausgerichtet, dass die kulturelle Komponente ein Schlüsselaspekt der Lösung ist. Wie Helmut Schmidt es zu der damaligen Präsidentin des Europäischen Parlaments, Simone Veil, wiederholte: „wir werden vielleicht sie [die Wiedervereinigung] nicht sehen, aber wir bereiten sie mit allen Mitteln vor, unter anderem mit Sport und mit Kultur“[1].

Darüber hinaus wurde die deutsche Wiedervereinigung durch die Entspannung der Widerstand in Nachbarländern und den Rückgang der UdSSR erleichtert[2]. Parallelen bestehen mit einer gewissen aktuellen regionalen Entspannung in Asien und der Zunahme an Misstrauen gegenüber die USA. Nach alledem ist festzustellen, dass der koreanische Halbinsel im weitesten Sinne Gemeinsamkeiten mit Europa beweist, indem Frieden durch wirtschaftliche und kulturelle Annäherung ermöglicht werden kann. Letzten Endes liegt die besondere Ähnlichkeit mit der DDR und BRD daran, dass es sich um die Ebbe und Flut von Annäherungen und Krisen über die Jahren handelt, die eine Chance für einen längerfristigen Durchbruch darstellen. Die deutsche Einheit „stand am Ende eines langen Weges, der über allmähliche Entspannung, viele kleine Schritte der Annäherung und ständige Ausweitung des Handels wie der menschlichen Kontakte trotz mancher Rückschläge schließlich zum Überwindung des kommunistischen Regimes und zur Wiederherstellung der nationalen Einheit führte“[3]. Daher haben die Wörter von Theo Sommer in seiner Kolumne von 2016 nicht an Bedeutung verloren: „Korea muss sich auf alles einrichten: auf ein krisenträchtiges Nebeneinander, das sich noch lange hinzieht; auf allmähliche Entspannung bei fortdauernder Teilung; aber auch auf eine vereinigungspolitische Sturzgeburt. Bei jedem dieser drei Szenarien kämen gewaltige Herausforderungen auf das freie Korea zu“[4].

[1] Veil, Simone (2009), „Und dennoch leben“, S. 223

[2] Kim, A Joo (2013), „Analysis of the Reunification Experiences of Germany, Vietnam and Yemen: Finding, Ideal Process and Conditions toward Successful Reunification of Korea”, Summer Honors Research Sweet Briar College, S. 26

[3] Sommers, Theo (2016), „Der Traum vom wiedervereinigten Korea“, die Zeit, 11. Oktober

[4] Sommers, Theo (2002), „Der Traum von der Wiedervereinigung Koreas“, die Zeit 11. Oktober 2016