Koreanisches Festival 2026: Klangbrücke Hamburg- Busan

KOREANISCHES FESTIVAL 2026년 한국축제
SANGJARU (상자루)
Webpage: https://www.sangjaru.com/
SANGJARU (상자루) ist ein zeitgenössisches Musikensemble, das die traditionelle Musik Koreas in die Sprache der Gegenwart übersetzt. Bereits der Name der Gruppe bringt ihre künstlerische Idee zum Ausdruck: Sangja bedeutet „Kiste“ oder „Schachtel“ – ein Sinnbild für den festen, unveränderlichen Rahmen der Tradition. Jaru bedeutet „Sack“ – flexibel, formbar und offen für neue Gestalten. Zwischen diesen beiden Polen entsteht die Musik von SANGJARU (상자루).
Die Gruppe wurde 2014 von Cho Sungyun/조성윤 (Gitarre, Komposition), Nam Seonghun/남성훈 (Ajaeng/아쟁, Taepyeongso, Yanggeum) und Kwon Hyochang (Janggu, Kkwaenggwari) gegründet. Unter dem Leitgedanken Beopgochangsin (法古創新) – „Aus dem Alten Neues schaffen“ – bereisten die drei Musiker Korea und zahlreiche weitere Länder, um regionale Rhythmen dort zu studieren, wo sie bis heute lebendig geblieben sind. Aus diesen Begegnungen entwickelte sich eine eigene musikalische Sprache, die traditionelle Formen nicht einfach reproduziert, sondern sie aus einer zeitgenössischen Perspektive neu interpretiert.
Für SANGJARU (상자루) ist ein Konzert weit mehr als ein musikalischer Vortrag – jede Aufführung erzählt eine Geschichte. Mit Eigenproduktionen wie Camino de Sangjaru (상자루), KOREAN GIPSY, The Sack of Gipsy sowie dem Musiktheaterstück GoGo and DoDo hat das Ensemble Bühnen geschaffen, auf denen Musik und Erzählung zu einer Einheit verschmelzen. Darüber hinaus war SANGJARU (상자루) als musikalische Leitung für King Jeongjo und Hamlet, eine Auswahlproduktion des Seoul Performing Arts Festival, tätig und komponiert derzeit für Ong Ong Ong, eine Musiktheaterproduktion des Nationaltheaters von Korea.
In Korea trat die Gruppe unter anderem beim Yeowoorak Festival, dem Jeonju International Sori Festival und der MU:CON auf. Als Residenzensemble der Geumcheon Cultural Foundation entwickelte und veranstaltete sie zudem eigene Festivals.
International wurde SANGJARU (상자루) bereits in 13 Länder eingeladen, darunter zu renommierten Festivals wie WOMAD und dem Cambridge Folk Festival in Großbritannien, Les Escales in Frankreich sowie der Esplanade in Singapur. Derzeit ist das Ensemble auch auf Tournee in den USA. In Deutschland gastierte SANGJARU (상자루) 2019 in Berlin sowie in Hamburg in der Halle 424, 2020 beim Reeperbahn Festival – und kehrt nun nach einigen Jahren wieder zurück.
Für „Klangbrücke Hamburg – Busan“ trifft SANGJARU auf das Hamburger Streichquartett Body & Soul. Gemeinsam entsteht eine besondere Verbindung zwischen koreanischer Tradition und westlicher Kammermusik. Mit dabei sind Nicola Kruse und Sandra Blessin an der Violine, Sven Uber an der Viola sowie Mike Rutledge-Blessin am Violoncello.
Dieses Konzert vereint die gesamte Klangvielfalt der Musik von SANGJARU (상자루). Neben Werken aus KOREAN GIPSY, dem bekanntesten Repertoire der Gruppe, umfasst das Programm auch Stücke wie Byeolmuri und Ttang, die das musikalische Spektrum zusätzlich erweitern. SANGJARU (상자루) spielt ausschließlich eigene Kompositionen. Jedes Werk nimmt seinen Ausgangspunkt in der koreanischen Tradition und wird durch die unverwechselbare Handschrift des Ensembles in einer vielschichtigen, zeitgenössischen Form neu geboren – als eine neue koreanische Gegenwartsmusik. Das fünfte Stück Sangjaru Taryeong wird zusammen mit den Hamburger Streichquartett Body & Soul gespielt.
